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DREI EINFACHE SCHRITTE ZU IHREM RECHT

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Es geht um Kapital­lebens­versicherungen und Renten­versicherungen aus den Jahren 1994 bis 2007 nach dem sogenannten Policenmodell. Dabei bekamen Sie als Kunde zum Vertrags­abschluss nicht alle Vertragsunterlagen ausgehändigt, sondern erst später zusammen mit dem Versicherungsschein. Der Versicherungsvertrag galt dann als abgeschlossen, wenn Sie nicht innerhalb von 14 Tagen (nach 2004 innerhalb von 30 Tagen) widersprochen haben.

Es handelt sich dabei um bereits gekündigte Verträge, still gelegte Verträge, bereits ausgezahlte Verträge und noch laufende Verträge.

Weil Sie die Chance auf mehr Geld haben. Je nachdem, wie viel Sie eingezahlt haben, können Sie bei einer Rückabwicklung schnell einige tausend Euro mehr bekommen als bei einer Kündigung. Der Vorteil bei Widerspruch und Rück­abwick­lung statt Kündigung: Haben Sie erfolg­reich widersprochen, muss der Versicherer Ihnen bei einer klassischen Lebens­versicherung alle Ihre eingezahlten Beiträge plus Zinsen zurückzahlen. Abziehen darf er nur die Kosten für den „genossenen Versicherungs­schutz“, zum Beispiel die Risikobeiträge für den Todesfallschutz, nicht jedoch Abschluss- und Verwaltungskosten. Bei fondsgebundenen Lebens­versicherungen ist das Verfahren etwas komplizierter.

Die Widerspruchsbelehrung in diesen Fällen lautete: „Wie Ihnen bereits aufgrund unseres Hinweises im Versicherungs­antrag bekannt ist, können Sie inner­halb von 14 Tagen nach Erhalt des Versicherungs­scheins dem Versicherungs­vertrag wider­sprechen. Zur Wahrung der Frist genügt eine recht­zeitige Absendung des Wider­spruchs.“ Die Richter entschieden: Es fehle der notwendige Hinweis darauf, dass der Widerspruch in Textform zu erheben sei. Außerdem müsse die Belehrung optisch deutlich hervorgehoben sein.

Dann kann sich für Sie eine Überprüfung wirklich lohnen, denn auch bereits gekündigte Verträge können Sie noch rückabwickeln. So können Sie sich vielleicht noch ordentliche Nachzahlungen sichern, denn Sie erhalten dann nachträglich die Differenz aus dem Rückkaufswert und den Ansprüchen aus der Rückabwicklung.

Da sich die Formulierungen der Widerspruchsbelehrungen von Vertrag zu Vertrag unterscheiden, sollten Sie Ihren Vertrag durch unseren Experten prüfen lassen.

Die Rückabwicklung eines Lebensversicherungsvertrages kann sich lohnen, geht aber meist nicht schnell und einfach vonstatten. Generell blocken jedoch viele Versicherer zunächst einmal ab. Andere Versicherer zahlen weniger zurück, als dem Kunden eigentlich zugestanden hätte. Es ist deswegen ratsam, sich an unseren Fachmann zu wenden, der auf den Wider­spruch von Lebens- und Rentenversicherungsverträgen spezialisiert ist.

Es ist leider nicht einfach, neben den eingezahlten Beiträgen auch die erwirtschafteten Zinsen des Versicherers zu fordern. Juristisch spricht man vom „gezogenen Nutzen“. Der BGH stellt klar: Sie können als Kunde nicht einfach „ohne Bezug zur Ertrags­lage“ des Versicherers irgend­einen Prozent­satz fordern. Das Ergebnis kann daher höher oder niedriger ausfallen als bei einer genaueren Berechnung mit individuell ermittelten Zins- und Kostensätzen. Wir lassen dafür eine versicherungsmathematische Berechnung erstellen.

Ja, eine Rechts­schutz­versicherung deckt in der Regel die anwaltliche Unterstützung ab. Voraussetzung ist, dass Ihre Rechtsschutzversicherung in den Jahren 1994 bis 2007 für die Kapitallebensversicherungen, Rentenversicherungen und bei der Riesterrente in den Jahren 2003 bis 2007 existiert hat.